Was braucht es alles, um 30 sportbegeisterten Kindern einen unvergesslichen Ferientag zu bereiten? Man nehme einen Sportplatz, motivierte HelferInnen und ein Programm, das jede Menge Spaß verspricht. So veranstaltete die Abteilung “Leichtathletik” am 12. August eine Sommerolympiade auf dem TSV, bei welcher die jungen Sportskanonen in der Woche nach dem eigentlichen Ende der Spiele von Tokio ihr Können unter Beweis stellten.
Aufgeteilt in Fünfergruppen durchliefen sie insgesamt sechs Stationen: Hochweitsprung, zwei verschiedene Staffeln, Heulerwurf, Zielwurf und Starts aus verschiedenen Lagen. “Am meisten hat den Kids allerdings die Wasserschlacht am Ende gefallen, da es doch ein recht heißer Tag war”, erzählte die Betreuerin Romy Weber. Wie es sich für eine echte Olympiade gehört, gab es zum Schluss noch eine große Siegerehrung mit Medaillen für alle TeilnehmerInnen. Dabei ging der Tagessieg an das erfolgreiche Team der “Pfotenbande”.

Maike Braun

Bevor Malaika Mihambo am 9. August zum ersten Mal in dieser Freiluft-Saison ihre Weitsprungspikes für einen Wettkampf schnürrte, war das Ziel bereits klar formuliert: bei den 120. Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig möchte sie ihren Titel verteidigen. Ihr derzeitiger Trainer, Bundestrainer Ulrich Knapp, traute seinem Schützling trotz eines um vier Schritte verkürzten Anlaufs dabei nicht nur den Sieg, sondern auch eine Weite im Bereich von 6,60 m bis 6,70 m zu.
Mit dieser Einschätzung sollte er Recht behalten. Wenngleich der Anlauf in den ersten beiden Versuchen noch nicht ganz passte und Malaika weit vor dem Brett absprang, steigerte sie sich in Durchgang drei (6,57 m) und vier (6,63 m) deutlich. Mit dem Wissen, dass ihre Konkurentinnen bereits zu diesem Zeitpunkt über 20 cm hinter der amtierenden Weltmeisterin vomm TSV Oftersheim zurücklagen und ihr an diesem Tag wohl nicht mehr das Wasser reichen würden, trumphte Malaika bei ihrem fünften Sprung nochmals auf. Das Brett optimal getroffen segelte sie bis auf 6,71 m und unterstrich somit eindrucksvoll, dass auch nach einer durch Verletzungen geprägten Vorbereitung immer mit ihr zu rechnen ist. In der Endabrechnung lag die 26-Jährige schließlich mit 31 cm Vorsprung deutlich vor der zweitplatzierten Maryse Luzolo vom Königsteiner LV und verteidigte somit erfolgreich ihren DM-Titel.

Maike Braun

Bild: M. Merkel

Nachdem Ralf Weber aus persönlichen Gründen das Training von Malaika nicht weiter führen kann, ist es nun Zeit für eine Veränderung. Dem TSV ist es wichtig hier zu betonen, dass die persönlichen Gründe von Ralf nichts mit dem Verhältnis zu Malaika zu tun haben, sondern sonstiger Natur sind.

Wie Malaika inzwischen bekannt gegeben hat, wird sie sich einen Traum erfüllen und zukünftig in den USA trainieren. Das Weitsprungtraining wird Carl Lewis übernehmen und das Sprinttraining Leroy Burrell.

Carl Lewis zählt zu den erfolgreichsten Leichtathleten der Sportgeschichte. Er erzielte mehrere Weltrekorde und dominierte zwischen 1983 und 1996 im Sprint und im Weitsprung mit neun Olympiasiegen und acht Weltmeistertiteln wie kaum ein anderer. Auch Leroy Burrell zählt zu den erfolgreichen Leichtathleten. Er gewann bei den Olympischen Spielen dreimal Gold und einmal Silber.

Der TSV wünscht Malaika weiterhin viel Spaß am Sport, beim Training und vor allem natürlich den dann bestimmt wieder wohl verdienten Erfolg.

 

Normalerweise freut sich ein Sportler stets mehr über die Goldmedaille als über die Silberne. Bei Malaika Mihambo war dies am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig einmal anders. Nachdem sie sowohl im Vorlauf (7,29 sek) als auch im Halbfinale (7,27 sek) ihre persönliche Bestleistung über die 60m bereits zweimal hatte steigern können, ging die Athletin vom TSV Oftersheim mit guten Chancen auf eine Medaille ins Finale. Hier schien einfach alles zu passen. Den Start für eine „nicht-Sprinterin“ gut erwischt konnte sie ihre Geschwindigkeit mehr und mehr steigern, sodass sie am Ende hauchdünn hinter der Siegerin Lisa Marie Kwayie aus Berlin als Zweite die Ziellinie überquerte. Doch nicht nur die Silbermedaille bei den Sprint-Profis war sensationell, auch Malaikas Zeit von 7,22 sek konnte sich mehr als sehen lassen.

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Die schnellen Bronze-Mädels: Maren, Anna und Sarah

Mit den Badischen Hallenmeisterschaften der Altersklassen U16/U18/U20 wurden am vergangenen Wochenende in der Mannheimer Leichtathletikhalle die letzten Titelkämpfe der diesjährigen Wintersaison ausgetragen. Motiviert und voller Tatendrang noch einmal zu beweisen, was sie aus den langen Monaten der Vorbereitung mitgenommen hatten, waren an diesen Tagen 14 Athletinnen und Athleten der LG Kurpfalz angereist, um in Einzel- und Staffelwettbewerben auf Medaillenjagd zu gehen.

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Nach einem zunächst etwas verhaltenen Start in die neue Saison präsentierte sich Malaika Mihambo beim ISTAF Indoor Meeting in Berlin am vergangenen Freitag in einer beeindruckenden sportlichen Verfassung. Bereits in den Wochen zuvor hatte die amtierende Weitsprung Weltmeisterin mit schnellen Sprints über 60 m (beides mal persönliche Bestzeit mit 7,37 sek) auf sich aufmerksam gemacht, musste sich jedoch beim ersten Kräftemessen an der Grube Ende Januar in Karlsruhe das erste mal seit fast einem Jahr mit einem zweiten Platz und 6,83 m zufrieden geben.

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Am vergangenen Sonntag trat die LG Kurpfalz mit vier Athletinnen bei den baden-württembergischen Meisterschaften der U18 an. Betreut wurden Sie vom Trainer der U16, Manfred Köhn, und bekamen tatkräftige Unterstützung durch die Eltern.

Den Wettkampf begann Sophie Knapp mit den 400m. Man merkte ihr an, dass dies erst ihr zweiter Lauf über die zwei Runden in der Halle war. Dementsprechend ging sie etwas verhalten in die erste Runde, wohl auch, weil sie die zwei schnellsten Läuferinnen der U18 in ihrem Lauf hatte. In der zweiten Runde konnte sie aber noch etwas drauf packen und lief mit 62,80 Sek. persönliche Bestleistung und kam in ihrem ersten Jahr in der U18 auf einen tollen 6. Platz.

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Weltmeistertrainer – mit diesem Titel ist Ralf Weber seit dem herausragenden Sieg seiner Athletin Malaika Mihambo bei der WM in Doha bereits geschmückt. Am vergangenen Dienstag kam darüber hinaus noch ein weiterer hinzu: Im Rahmen der alljährlichen Spitzensporttagung des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) wurde er für seine herausragende Arbeit als „DLV-Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.
In seiner Laudatio lobte der Weitsprung-Bundestrainer der Frauen, Ulrich Knapp, die tolle Zusammenarbeit mit Ralf Weber. Dabei betonte er, dass es vor allem die Wissbegierde und das stetige Austüfteln neuer Trainingsmethoden seien, welche den Oftersheimer zu einem Weltklasse-Trainer machen.
Die besondere Erfolgsgeschichte von Ralf Weber und Malaika Mihambo basiert auf einer nunmehr 15-jährigen Zusammenarbeit, welche noch heute die Grundlage für die großen Erfolge der Weitspringerin bildet. Schon seit Malaika im Schüleralter ist sind die beiden ein Team und verkörpern somit das, was im Leistungssport eine so zentrale Rolle spielt: Hinter jedem erfolgreichen Sportler steht immer ein engagierter Trainer.
Maike Braun

Den Blick starr nach vorne gerichtet steht Malaika Mihambo an ihrer Ablaufmarkierung und atmet noch einmal tief ein und aus. Die Anspannung vor diesem so wichtigen dritten Sprung ist ihr deutlich anzusehen, liegt sie im Finale der Weltmeisterschaften in Doha nach zwei Durchgängen mit 6,52 m doch lediglich auf dem 7. Platz. Was war passiert? „Beim ersten Versuch war ich zu nervös“, beschreibt die Weitspringerin im Nachhinein die Situation. Dadurch habe der Anlauf nicht optimal gepasst, so dass sie viel zu weit vor dem Brett abgesprungen war und somit rund einen halben Meter verschenkt hatte.
Wenngleich die 6,52 m zwar keine zufriedenstellende Weite für die Weltranglistenerste aus Oftersheim waren, blieben ihr zu diesem Zeitpunkt immerhin weitere zwei Versuche, um sich für die Endrunde der besten Acht und somit für weitere drei Durchgänge zu qualifizieren. Nachdem sie jedoch im darauffolgenden Versuch das Brett übertreten und somit den Sprung ungültig gemacht hatte, war klar: Der Dritte muss passen!
In diesem heiklen Moment spielte Malaikas Trainer Ralf Weber eine Schlüsselrolle. Mit seiner ruhigen Art vermittelte er seinem Schützling, sie solle „locker bleiben“. Alles, was nun zähle, sei ein solider gültiger Versuch zur Absicherung. So stand sie also wenige Augenblicke später hoch konzentriert und fokussiert am Anlauf, klatschte sich mit beiden Händen auf Arme und Oberschenkel und animierte das Publikum zu rhythmischem Klatschen. „Komm schon“, sagte sie zu sich und sprintete los.
Als sie in der Grube gelandet war, ging ein Jubel durch das Khalifa International Stadium in Doha. Der Sprung war gültig – und er war weit! Sagenhafte 7,30 m leuchteten auf der Anzeigetafel auf, was nicht nur die Führung, sondern laut Weber auch mit großer Wahrscheinlichkeit den Titel bedeutete. Er sollte Recht behalten. Nach zwei weiteren herausragenden Versuchen auf 7,09 m und 7,16 m untermauerte die 25-Jährige abermals ihre Form und verwies die anderen Athletinnen auf ihre Plätze, gelang es doch keiner anderen Springerin, eine Weite jenseits der sieben Meter anzubieten. Somit heißt die neue Weltmeisterin im Weitsprung von nun an Malaika Mihambo.
„Die 7,30 m sind einfach wow“, sagte die junge Ausnahmeathletin später in einem Fernseh-Interview und fügte hinzu: „Das war mein bisher bester Wettkampf.“ Für diesen wurde Malaika noch am selben Abend bei der Siegerehrung mit der Goldmedaille belohnt, auf welcher in akkuraten Lettern ihr Name eingraviert ist.
Und was macht eine frisch gebackene Weltmeisterin nun nach all dem Trubel und Nervenkitzel der letzten Tage und Wochen? Sie geht für vier Wochen in den wohlverdienten Urlaub nach Thailand, wo sie sich von der langen Saison erholen und neue Energie für das kommende Olympiajahr sammeln möchte. Denn schließlich möchte sie in Tokio an diesen Erfolg anknüpfen und sowohl im Weitsprung als auch im Sprint ihre persönliche Bestleistung weiter steigern. „Jetzt heißt es einfach gesund bleiben und für die nächste Saison gut trainieren“, sagte sie mit einem noch immer strahlenden Lächeln.
Maike Braun