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Mit 6,81 Metern ist Malaika Mihambo unter dem Hallendach in Leipzig zum neunten mal deutsche Meisterin geworden. Ihr vierter Titel in der Halle. Nachdem sie auch über die 60 Meter Sprintdistanz (7,51s) angetreten ist, geht sie schon im zweiten von sechs Versuchen beim Weitsprung in Führung. In den danach folgenden Versuchen springt keine andere Konkurrentin weiter. Mihambo bleibt somit ab dem zweiten Versuch auf Position eins und verteidigt ihren Titel. Die deutschen Hallenmeisterschaften sind der letzte Wettkampf in der Halle für Mihambo gewesen. Sie wird, wie auch einige andere Top-Leichtathleten, nicht zur Hallen WM in Belgrad reisen. Zu dieser Zeit liegt der Fokus schon ganz auf der Vorbereitung für die Sommersaison, die gleich zwei Höhepunkte bereithält: Die Weltmeisterschaften in Eugene, USA, und die Europameisterschaften in München.

Im Namen des TSV wünscht euch Malaika ein wunderschönes neues Jahr 2022!

Informationen, Autogramme, Presse-/Medienanfragen zu Malaika Mihambo stehen jetzt auf dieser Seite.

Den Blick starr nach vorne gerichtet steht Malaika Mihambo an ihrer Ablaufmarkierung und atmet noch einmal tief ein und aus. Die Anspannung vor diesem so wichtigen dritten Sprung ist ihr deutlich anzusehen, liegt sie im Finale der Weltmeisterschaften in Doha nach zwei Durchgängen mit 6,52 m doch lediglich auf dem 7. Platz. Was war passiert? „Beim ersten Versuch war ich zu nervös“, beschreibt die Weitspringerin im Nachhinein die Situation. Dadurch habe der Anlauf nicht optimal gepasst, so dass sie viel zu weit vor dem Brett abgesprungen war und somit rund einen halben Meter verschenkt hatte.
Wenngleich die 6,52 m zwar keine zufriedenstellende Weite für die Weltranglistenerste aus Oftersheim waren, blieben ihr zu diesem Zeitpunkt immerhin weitere zwei Versuche, um sich für die Endrunde der besten Acht und somit für weitere drei Durchgänge zu qualifizieren. Nachdem sie jedoch im darauffolgenden Versuch das Brett übertreten und somit den Sprung ungültig gemacht hatte, war klar: Der Dritte muss passen!
In diesem heiklen Moment spielte Malaikas Trainer Ralf Weber eine Schlüsselrolle. Mit seiner ruhigen Art vermittelte er seinem Schützling, sie solle „locker bleiben“. Alles, was nun zähle, sei ein solider gültiger Versuch zur Absicherung. So stand sie also wenige Augenblicke später hoch konzentriert und fokussiert am Anlauf, klatschte sich mit beiden Händen auf Arme und Oberschenkel und animierte das Publikum zu rhythmischem Klatschen. „Komm schon“, sagte sie zu sich und sprintete los.
Als sie in der Grube gelandet war, ging ein Jubel durch das Khalifa International Stadium in Doha. Der Sprung war gültig – und er war weit! Sagenhafte 7,30 m leuchteten auf der Anzeigetafel auf, was nicht nur die Führung, sondern laut Weber auch mit großer Wahrscheinlichkeit den Titel bedeutete. Er sollte Recht behalten. Nach zwei weiteren herausragenden Versuchen auf 7,09 m und 7,16 m untermauerte die 25-Jährige abermals ihre Form und verwies die anderen Athletinnen auf ihre Plätze, gelang es doch keiner anderen Springerin, eine Weite jenseits der sieben Meter anzubieten. Somit heißt die neue Weltmeisterin im Weitsprung von nun an Malaika Mihambo.
„Die 7,30 m sind einfach wow“, sagte die junge Ausnahmeathletin später in einem Fernseh-Interview und fügte hinzu: „Das war mein bisher bester Wettkampf.“ Für diesen wurde Malaika noch am selben Abend bei der Siegerehrung mit der Goldmedaille belohnt, auf welcher in akkuraten Lettern ihr Name eingraviert ist.
Und was macht eine frisch gebackene Weltmeisterin nun nach all dem Trubel und Nervenkitzel der letzten Tage und Wochen? Sie geht für vier Wochen in den wohlverdienten Urlaub nach Thailand, wo sie sich von der langen Saison erholen und neue Energie für das kommende Olympiajahr sammeln möchte. Denn schließlich möchte sie in Tokio an diesen Erfolg anknüpfen und sowohl im Weitsprung als auch im Sprint ihre persönliche Bestleistung weiter steigern. „Jetzt heißt es einfach gesund bleiben und für die nächste Saison gut trainieren“, sagte sie mit einem noch immer strahlenden Lächeln.
Maike Braun

Dass das Berliner Olympiastadion zu den liebsten Wettkampfstätten von Malaika Mihambo gehört, ist spätestens seit den Europameisterschaften und den diesjährigen Deutschen Meisterschaften klar. Umso größer war ihre Vorfreude, beim vorletzten Test für die Weltmeisterschaften in Doha nochmal auf die blaue Bahn zurückzukehren und bei ISTAF-Meeting zu starten. Das Teilnehmerfeld im Weitsprung der Frauen lies dabei mit prominenter Meldungen auf einen spannenden Wettbewerb hoffen, waren doch mit der Serbin Ivana Spanovic oder der Weißrussin Nastassia Mironchyk-Ivanova neben Malaika noch einige weitere namenhafte Athletinnen am Start.

Dazu motiviert, jeden Sprung zu nutzen und technisch so sauber wie möglich zu gestalten, wirkte Malaika bereits im ersten Durchgang sehr fokussiert; den Blick fest in Richtung Grube gerichtet. Doch leider passt der Anlauf noch nicht optimal, sodass sie mit einem Absprung vor dem Brett viele Zentimeter verschenkte und sich zunächst mit einer Weite von 6,60m zufriedengeben musste. Nach kleineren Korrekturen durch ihren Trainer Ralf Weber passte beim zweiten Sprung schließlich wieder alles und Malaika schraubte ihre Tagesbestweite auf 6,99m nach oben. Mit dieser Leistung setzte sie sich deutlich an die Spitze des Feldes und beendete an dieser Stelle den Wettbewerb, um Körner für das anstehende Diamond League Finale in Brüssel zu sparen, sodass ihre Konkurrentinnen nur noch die Plätze zwei und drei unter sich auszumachen hatten. Hier war es die Russin Yelena Sokolova, die mit zweimal gesprungenen 6,65m schlussendlich auf dem 2. Rang landete und somit die Weißrussin Nastassia Mironchyk-Ivanova (6,63m) auf den 3. Platz verwies. Zur Überraschung der Zuschauer präsentierte sich die gewohnt starke Serbin Ivana Spanovic an diesem Tag in keiner überzeugenden Form (6,57m) und musste ihren letzten Versuch gar mit schmerzverzerrtem Gesicht abbrechen.

Von dieser souveränen Vorstellung beflügelt geht es nun am Freitag, den 06. September für Malaika beim Diamond League Finale in Brüssel um den Gesamtsieg der mit 50.00 Dollar dotierten Wettkampfserie. Dies wird zugleich auch der letzte Wettkampf vor Doha sein, bevor es in eine abschließende letzte Trainingsphase geht.
Maike Braun

Bild: Marcel Merkel

An diesem Wochenende ist es endlich soweit: Beim größten Sportevent des Sommers werden in Berlin in zehn Sportarten die Deutschen Meisterschaften ausgetragen, so auch in der Leichtathletik. Im Olympiastadion, welches im vergangenen Jahr Austragungsort für die Leichtathletik- Europameisterschaften war, wird die Oftersheimerin Malaika Mihambo sowohl über die 100m als auch im Weitsprung an den Start gehen und um Medaillen und Titel mitkämpfen.
Wer die spannenden Wettbewerbe live mitverfolgen möchte, kann dies im Fernsehen oder in einem der Live-Streams von ZDF Sport und der ARD Sportschau tun. Malaikas Vorlauf über die 100m findet am Samstag, den 02.08. um 17:50 Uhr statt; das Finale knappe zwei Stunden später um 19:45 Uhr. Der Weitsprung ist auf Sonntagnachmittag um 17:15 Uhr angesetzt. Der TSV Oftersheim drückt seiner Spitzen-Athletin fest die Daumen und wünscht viel Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften!

https://www.sportschau.de/die-finals/die-finals-berlin-sendezeiten-100.html

https://www.zdf.de/sport/die-finals/berlin-wird-zur-sporthauptstadt-100.html