Es hat sich herumgesprochen bis ans andere Ende der Welt. Seit 2016 betreibt der TSV 1895 Oftersheim e.V. seine eSport-Abteilung „eSport-Rhein-Neckar“ und hat damit schon einige Erfolge erzielt. Um das Angebot besser kennenzulernen, kam in dieser Woche eine chinesische Delegation nach Oftersheim, um mit dem TSV-Vorsitzenden Dr. Markus Lauff, dem eSport-Abteilungsleiter Jonas Stratmann und Bürgermeister Jens Geiß ins Gespräch zu kommen.

Die Herren Hongyi Zou (Präsident der Internet Access Service Association of China, Jiangsu Province),  Qiao Zuo (Dachverband der chinesischen Internet Branche) und Zhe Wang (Unternehmensberater) waren an einem Erfahrungsaustausch interessiert. Die chinesische Vereinigung für Internetzugang Service koordiniert die eSport Aktivitäten auf nationaler Ebene in China.
Der TSV Oftersheim hat insgesamt rund 2000 Mitglieder, davon sind 80 in der eSport-Abteilung.
Bürgermeister Jens Geiß weiß das neue Angebot zu schätzen: „Für uns als Gemeinde ist es sehr interessant, denn da ist komplett neuer Bereich erschlossen. Früher herrschte ja das Klischee, dass sich jugendliche Zocker in ihren Zimmern einschließen und nicht mehr ansprechbar sind bei den Computerspielen. Durch eSport ist eine Begegnung möglich.“ Das kann Jonas Stratmann nur bestätigen: „Bei uns kommen Jugendliche und junge Erwachsene zusammen, durch eSport ist also ein Austausch möglich, es wird gemeinsam Sport getrieben.“ Dr. Markus Lauff ergänzt: „Und zwar unabhängig von der Herkunft und der Schulbildung. Die eSportler daddeln nicht nur, sie trainieren richtig.“ Neben dem Breiten- und Wettkampfsport sieht der TSV auch neue Chancen des eSports für den Gesundheits­sport. Mit Hilfe der Technik könne man das Training gezielt an die Möglich­keiten der Teilnehmer anpassen. Neben den gesundheitsfördernden Zielen, wie der Steigerung der Mobilität, werden ganz nebenbei auch soziale Aspekte der Integration unterstützt. Und das soll offensichtlich auch als Vorbild für China dienen.

Text und Fotos: Gemeinde Oftersheim

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