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Die Athletin von TSV und LG Kurpfalz bleibt das „Maß der Dinge“ bei den Europäischen Masters.

Elke Herzig kann wieder auf sehr erfolgreiche Europameisterschaften der Masters zurückblicken. Die Hockenheimer Leichtathletin, die für die LG Kurpfalz startet, kam mit drei Goldmedaillen von den Winterwurfmeisterschaften im polnischen Torun zurück. Die 69-Jährige war in der Altersklasse W65 die Älteste in ihren Starterfeldern, die mit 16 bis 19 internationalen Konkurrentinnen jeweils sehr stark besetzt waren.

„Am meisten zufrieden war ich mit dem Gewichtwurf“, erzählt Herzig. Dabei wird ein Gewicht an einer kurzen Kette ähnlich wie beim Hammerwurf geschleudert. Hier gewann sie mit sehr guten 14,94 Metern. Im Diskuswurf siegte sie mit 26,68 Metern und auch im Hammerwurf holte sie Gold mit 36,03 Metern. Es war ihre 17. internationale Goldmedaille. Alle Leistungen waren angesichts der winterlichen Kälte und des Windes hervorragend, „denn mit so vielen Klamotten am Körper ist man nicht so beweglich“, erklärte die bekennende „Wärmeliebhaberin“. Beim Kugelstoßen in der Halle wollte sie unterdessen „nur dabei sein“ und war mit dem sechsten Platz zufrieden.

„Wir waren nun zum vierten Mal in Polen – Von allen internationalen Meisterschaften sind die in Polen am besten organisiert“, schwärmt Herzig.

Rekord und der Fluch des Geburtstages

Beflügelt von dem dreifach goldenen Erfolg bei der Europameisterschaft legte Elke Herzig nun bei einem deutschen Sportfest, dem „Osterwerfen“ in Trier, nach: Sie holte sich zwei deutsche Altersklassenrekorde in der W70. Bei Sonne und angenehmen Temperaturen steigerte sich Herzig im Hammerwurf auf 39,44 Meter. Dies war drei Meter mehr als bei ihrem Europatitel. Auch im Gewichtwurf gewann sie mit hervorragenden 15,18 Metern. Beide Weiten bedeuten einen deutschen W70-Rekord. In Deutschland startet die 69jährige Athletin schon in der W70, weil sie später im Jahr 70 Jahre alt wird. International jedoch zählt der Geburtstag, daher trat sie beispielsweise bei der EM noch in der Altersklasse W65 an. Falls sie diese starke Hammerweite aber nach ihrem Geburtstag Ende August noch einmal bestätigt, hätte Elke Herzig sogar einen W70-Weltrekord.

Birgit Schillinger

 

Der Umbau des bislang gastronomisch genutzten Clubhauses des TSV Oftersheim ist beschlossene Sache. Bei der Jahreshauptversammlung sprachen sich die Mitglieder einstimmig dafür aus, das Clubhaus zukünftig als „Stätte für Sport, Bewegung und Begegnung“ zu nutzen. Um die Räume hierfür umzubauen, ermächtigte die Versammlung den geschäftsführenden Vorstand zudem, ein Darlehen aufzunehmen.

Mit Impressionen der TSV-Sportgala im März 2025 begann die Versammlung. Diese Bilder zeigten, genauso wie die kurzen Berichte der zahlreichen Abteilungen später, die ganze Vielfalt des größten Oftersheimer Vereins.
Vor seinem Jahresbericht erinnerte der seit einem Jahr amtierende Erste Vorsitzende Michael Zipf an die Verstorbenen des vergangenen Jahres und nannte stellvertretend Karl-Heinz Urschel, der über viele Jahrzehnte als Spieler und Trainer den Handballsport in Oftersheim (und Schwetzingen) geprägt und die heutige HG Oftersheim/Schwetzingen initiiert hatte.

Zipf machte deutlich, dass der fast komplett neu gebildete Vorstand schnell gefordert war: bei der Analyse und Weiterentwicklung des Sport- und Trainingsbetriebs, bei der Verbesserung von IT und Öffentlichkeitsarbeit, bei der Vorbereitung der in diesem Jahr anstehenden Veranstaltungen wie HardtRun und Gemeindefest. Und vor allem beim Clubhaus. Noch einmal habe man über Sommer den Versuch unternommen, das Clubhaus als Gaststätte zu verpachten. Doch alle Bemühungen scheiterten letztlich, so dass der Vorstand eine Entscheidung treffen musste und sich dafür aussprach, die Räume einer neuen und nachhaltigen Nutzung zuzuführen: In Zukunft werden in den bisherigen Gasträumen in erster Linie Kurse für Bewegung und Gesundheit stattfinden.

Mehr als zehn Jahre Engagement in der Volleyball-Abteilung: Annette Busch.

Damit möchte der TSV vor allem sein Profil als Gesundheitssportverein schärfen. Der Erste Vorsitzende ging auf den Begriff der „Langlebigkeit“ („Longevity“), der gerade sehr en vogue sei. Ziel müsse es sein, möglichst gesund alt zu werden. Bewegung sei hier – gemeinsam mit dem Verzicht aufs Rauchen, mit moderatem Alkoholgenuss, mit gesunder Ernährung und gesundem Schlaf – „ein ganz entscheidender Baustein für ein langes und gesundes Leben“, so Zipf.

Die Sportvereine seien hier essenziell wichtig. Zipf: „Menschen, die regelmäßig Sport treiben – gerne im Verein – leben bis zu ein Jahrzehnt länger. Und wer sich regelmäßig bewegt, erfreut sich auch besserer Gesundheit.“ Dies konnte die erfolgreiche TSV-Sportlerin Elke Herzig nur bestätigen, die mit ihren 69 Jahren auch im vergangenen Jahr deutsche und Europameistertitel errang und sich sehr fit fühlt.

Elke Herzig wurde für eine sehr erfolgreiche Saison geehrt.

Der TSV werde nach Fertigstellung der Räume als Ergänzung zum bisherigen Angebot ein Kurssystem für Prävention und Gesundheit etablieren, kündigte der Vorsitzende an. Mit der Buchung von Kursen könnten die Menschen den TSV kennenlernen und ganz flexibel „schnuppern“. Ein weiterer Vorteil: Im Clubhaus seien dann auch Kurse während der Ferienzeiten möglich.

Zipf betonte aber auch, dass das „neue“ Clubhaus wie bisher als Treffpunkt für die Mitglieder dienen soll, etwa für Stammtische und Versammlungen oder auch für Abteilungsfeiern oder andere gesellige Veranstaltungen.

Die Finanzierung des Clubhaus-Umbaus war dann Thema im Bericht von Finanzvorstand Frank Rupprecht. Zunächst aber erläuterte er, dass der TSV im vergangenen Jahr ein kleines Minus verbuchte, was insbesondere mit den fehlenden Pachteinnahmen bei weiter bestehenden Kosten fürs Clubhaus zu erklären sei. Die Kassenprüfer Ellen Henrich und Timon Peters attestierten Rupprecht eine einwandfreie Kassenführung und empfahlen seine Entlastung wie die des gesamten Vorstands. Diese übernahm Gemeinderat Mike Seidling, der den TSV selbst über Jahrzehnte mitangeführt hatte. Er bedankte sich beim Vorstand für die gute Arbeit und verwies auf das lebendige und vielfältige Vereinsleben. Die Mitglieder waren der gleichen Meinung und entlasteten den Vorstand ohne Gegenstimme.

Noch einmal übernahm Frank Rupprecht das Wort, um über die Finanzierung des Clubhaus-Umbaus zu sprechen. Der Verein verfüge weiterhin über hohe Rücklagen, die nun teilweise ins Clubhaus investiert würden: Zum einen in den Umbau des Erdgeschosses sowie des bisherigen Wintergartens zu Sporträumen, zum zweiten zur Sanierung einer Wohnung im 1. Obergeschoss, mit der der Verein dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung stellen wolle. Natürlich sollen die Mieteinnahmen dann auch genutzt werden, um ein Darlehen, das für den Clubhaus-Umbau notwendig ist, zu finanzieren.

Der Finanzvorstand machte deutlich, dass die Finanzierung, zu der auch Landeszuschüsse durch den Badischen Sportbund beitragen sollen, auf sicheren Füßen steht und den TSV höchstens zehn Jahre belasten soll. Dies hörten die Mitglieder gerne und hatten deshalb auch keine Einwände gegen die Aufnahme eines Darlehens.

Mit dem Dank an seine Vorstandskolleginnen und Kollegen, an die Trainer und Übungsleiterinnen, an die Geschäftsstelle und viele weitere ehrenamtlich engagierte Mitglieder sowie die Gemeinde beschloss Michael Zipf nach den Ehrungen die Versammlung – nicht ohne allerdings die Mitglieder zur weiteren Mitarbeit an verschiedenster Stelle aufgerufen zu haben. Er versprach: „Es macht wieder Spaß, sich in den TSV ein- und den Verein nach vorne zu bringen.“

Verdiente Mitglieder (von links): Helmuth Erben, Werner Krause, Franz Boxheimer, Martin Schindler, Petra Hepp, Jürgen Stumpf, Margit und Rudi Lerche. Die TSV-Vorstände Jochen Kühnle (hinten), Michael Zipf (4. von rechts) und Frank Rupprecht (3. von rechts) gratulierten.

TSV ehrt verdiente und langjährige Mitglieder

Für 50-jährige Mitgliedschaft im TSV wurden mit Urkunde und Vereinsnadel ausgezeichnet: Franz Boxheimer, Helmut Grams, Werner Krause, Margit und Rudi Lerche.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Petra Hepp geehrt.

Seit mehr als 25 Jahren sind im TSV: Helmuth Erben, Martin Schindler und Jürgen Stumpf.

Für mehr als zehn Jahre engagierte Vereinsarbeit als Abteilungsleiterin sowie Trainern bei den Damen und bei der Jugend erhielt Annette Busch die silberne Ehrennadel.

Und als erfolgreiche Sportlerin wurde wie schon im Vorjahr Elke Herzig für ihre großen Erfolge bei den Deutschen und Europa-Meisterschaften der Masters geehrt.