Der Umbau des bislang gastronomisch genutzten Clubhauses des TSV Oftersheim ist beschlossene Sache. Bei der Jahreshauptversammlung sprachen sich die Mitglieder einstimmig dafür aus, das Clubhaus zukünftig als „Stätte für Sport, Bewegung und Begegnung“ zu nutzen. Um die Räume hierfür umzubauen, ermächtigte die Versammlung den geschäftsführenden Vorstand zudem, ein Darlehen aufzunehmen.

Mit Impressionen der TSV-Sportgala im März 2025 begann die Versammlung. Diese Bilder zeigten, genauso wie die kurzen Berichte der zahlreichen Abteilungen später, die ganze Vielfalt des größten Oftersheimer Vereins.
Vor seinem Jahresbericht erinnerte der seit einem Jahr amtierende Erste Vorsitzende Michael Zipf an die Verstorbenen des vergangenen Jahres und nannte stellvertretend Karl-Heinz Urschel, der über viele Jahrzehnte als Spieler und Trainer den Handballsport in Oftersheim (und Schwetzingen) geprägt und die heutige HG Oftersheim/Schwetzingen initiiert hatte.

Zipf machte deutlich, dass der fast komplett neu gebildete Vorstand schnell gefordert war: bei der Analyse und Weiterentwicklung des Sport- und Trainingsbetriebs, bei der Verbesserung von IT und Öffentlichkeitsarbeit, bei der Vorbereitung der in diesem Jahr anstehenden Veranstaltungen wie HardtRun und Gemeindefest. Und vor allem beim Clubhaus. Noch einmal habe man über Sommer den Versuch unternommen, das Clubhaus als Gaststätte zu verpachten. Doch alle Bemühungen scheiterten letztlich, so dass der Vorstand eine Entscheidung treffen musste und sich dafür aussprach, die Räume einer neuen und nachhaltigen Nutzung zuzuführen: In Zukunft werden in den bisherigen Gasträumen in erster Linie Kurse für Bewegung und Gesundheit stattfinden.

Mehr als zehn Jahre Engagement in der Volleyball-Abteilung: Annette Busch.

Damit möchte der TSV vor allem sein Profil als Gesundheitssportverein schärfen. Der Erste Vorsitzende ging auf den Begriff der „Langlebigkeit“ („Longevity“), der gerade sehr en vogue sei. Ziel müsse es sein, möglichst gesund alt zu werden. Bewegung sei hier – gemeinsam mit dem Verzicht aufs Rauchen, mit moderatem Alkoholgenuss, mit gesunder Ernährung und gesundem Schlaf – „ein ganz entscheidender Baustein für ein langes und gesundes Leben“, so Zipf.

Die Sportvereine seien hier essenziell wichtig. Zipf: „Menschen, die regelmäßig Sport treiben – gerne im Verein – leben bis zu ein Jahrzehnt länger. Und wer sich regelmäßig bewegt, erfreut sich auch besserer Gesundheit.“ Dies konnte die erfolgreiche TSV-Sportlerin Elke Herzig nur bestätigen, die mit ihren 69 Jahren auch im vergangenen Jahr deutsche und Europameistertitel errang und sich sehr fit fühlt.

Elke Herzig wurde für eine sehr erfolgreiche Saison geehrt.

Der TSV werde nach Fertigstellung der Räume als Ergänzung zum bisherigen Angebot ein Kurssystem für Prävention und Gesundheit etablieren, kündigte der Vorsitzende an. Mit der Buchung von Kursen könnten die Menschen den TSV kennenlernen und ganz flexibel „schnuppern“. Ein weiterer Vorteil: Im Clubhaus seien dann auch Kurse während der Ferienzeiten möglich.

Zipf betonte aber auch, dass das „neue“ Clubhaus wie bisher als Treffpunkt für die Mitglieder dienen soll, etwa für Stammtische und Versammlungen oder auch für Abteilungsfeiern oder andere gesellige Veranstaltungen.

Die Finanzierung des Clubhaus-Umbaus war dann Thema im Bericht von Finanzvorstand Frank Rupprecht. Zunächst aber erläuterte er, dass der TSV im vergangenen Jahr ein kleines Minus verbuchte, was insbesondere mit den fehlenden Pachteinnahmen bei weiter bestehenden Kosten fürs Clubhaus zu erklären sei. Die Kassenprüfer Ellen Henrich und Timon Peters attestierten Rupprecht eine einwandfreie Kassenführung und empfahlen seine Entlastung wie die des gesamten Vorstands. Diese übernahm Gemeinderat Mike Seidling, der den TSV selbst über Jahrzehnte mitangeführt hatte. Er bedankte sich beim Vorstand für die gute Arbeit und verwies auf das lebendige und vielfältige Vereinsleben. Die Mitglieder waren der gleichen Meinung und entlasteten den Vorstand ohne Gegenstimme.

Noch einmal übernahm Frank Rupprecht das Wort, um über die Finanzierung des Clubhaus-Umbaus zu sprechen. Der Verein verfüge weiterhin über hohe Rücklagen, die nun teilweise ins Clubhaus investiert würden: Zum einen in den Umbau des Erdgeschosses sowie des bisherigen Wintergartens zu Sporträumen, zum zweiten zur Sanierung einer Wohnung im 1. Obergeschoss, mit der der Verein dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung stellen wolle. Natürlich sollen die Mieteinnahmen dann auch genutzt werden, um ein Darlehen, das für den Clubhaus-Umbau notwendig ist, zu finanzieren.

Der Finanzvorstand machte deutlich, dass die Finanzierung, zu der auch Landeszuschüsse durch den Badischen Sportbund beitragen sollen, auf sicheren Füßen steht und den TSV höchstens zehn Jahre belasten soll. Dies hörten die Mitglieder gerne und hatten deshalb auch keine Einwände gegen die Aufnahme eines Darlehens.

Mit dem Dank an seine Vorstandskolleginnen und Kollegen, an die Trainer und Übungsleiterinnen, an die Geschäftsstelle und viele weitere ehrenamtlich engagierte Mitglieder sowie die Gemeinde beschloss Michael Zipf nach den Ehrungen die Versammlung – nicht ohne allerdings die Mitglieder zur weiteren Mitarbeit an verschiedenster Stelle aufgerufen zu haben. Er versprach: „Es macht wieder Spaß, sich in den TSV ein- und den Verein nach vorne zu bringen.“

Verdiente Mitglieder (von links): Helmuth Erben, Werner Krause, Franz Boxheimer, Martin Schindler, Petra Hepp, Jürgen Stumpf, Margit und Rudi Lerche. Die TSV-Vorstände Jochen Kühnle (hinten), Michael Zipf (4. von rechts) und Frank Rupprecht (3. von rechts) gratulierten.

TSV ehrt verdiente und langjährige Mitglieder

Für 50-jährige Mitgliedschaft im TSV wurden mit Urkunde und Vereinsnadel ausgezeichnet: Franz Boxheimer, Helmut Grams, Werner Krause, Margit und Rudi Lerche.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Petra Hepp geehrt.

Seit mehr als 25 Jahren sind im TSV: Helmuth Erben, Martin Schindler und Jürgen Stumpf.

Für mehr als zehn Jahre engagierte Vereinsarbeit als Abteilungsleiterin sowie Trainern bei den Damen und bei der Jugend erhielt Annette Busch die silberne Ehrennadel.

Und als erfolgreiche Sportlerin wurde wie schon im Vorjahr Elke Herzig für ihre großen Erfolge bei den Deutschen und Europa-Meisterschaften der Masters geehrt.

TSV- und LG-Kurpfalz-Athletin bei deutschen Hallenmeisterschaften erfolgreich.

Für Elke Herzig hätte der Start in die neue Saison nicht besser verlaufen können. Bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein fand die wärmeliebende Hockenheimerin, die für den TSV Oftersheim und damit die LG Kurpfalz startet, bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Masters in der Düsseldorfer Arena Sportpark optimale Bedingungen vor. Im vierten Versuch des Kugelstoßens der Altersklasse W70 ging Herzig mit 9,11 Metern in Führung und sicherte sich dadurch mit über einem Meter Vorsprung zur Zweitplatzierten ihre erste Goldmedaille. An Tag zwei der Meisterschaften stand der Hammerwurf an, den Herzig mit 36,84 Metern und 12,95 Metern Vorsprung gewann. Mit dem Diskus erwarf sich die Hockenheimerin schließlich ihre dritte Goldmedaille. Mit 27,57 Metern war sie nicht ganz zufrieden, mit ihrem Vorsprung von über sieben Metern aber dennoch eine Klasse für sich.

Teamkollege Manfred Köhn hatte sich unter anderem im M55-Sprint über 400 Meter qualifiziert. In 1:02,48 Minuten, seine Bestzeit der Saison, wurde er Sechster.

Quelle: Schwetzinger Zeitung

Wichtige Weichenstellung zum Clubhaus ist Thema bei der Versammlung am 20. März.

Neben den Berichten des Vorstands und der Abteilungen steht eine Entscheidung zur Zukunft des Clubhauses im Mittelpunkt der ordentlichen Mitgliederversammlung des TSV Oftersheim. Diese findet am Freitag, 20. März, 19 Uhr im Bürgersaal der Gemeinde Oftersheim in der Eichendorffstraße 2 statt.

Bei der Versammlung werden auch langjährige Mitglieder und erfolgreiche Sportlerinnen geehrt.

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.

Malaika Mihambo ist zum neunten Mal in Folge Deutsche Meisterin im Weitsprung geworden.

Die Athletin vom TSV Oftersheim, die für die LG Kurpfalz startet, gewann den Wettkampf bei den nationalen Hallen-Meisterschaften in Dortmund mit einer Weite von 6,57 Meter. Zweite wurde Libby Buder mit 6,41 Meter.

Ein Infekt und Knieprobleme hatten Mihambos Vorbereitung erschwert. Auch in Dortmund machte sie nicht den Eindruck, als würde es ein Leichtes werden, den neunten Titel in Folge zu gewinnen. Mihambo legte mit 6,37 Metern los, danach unterliefen ihr zwei Fehlversuche – so war es zur Halbzeit des Wettbewerbs „nur“ Platz zwei hinter Libby Buder, die 6,41 Meter gesprungen war.

Im vierten Versuch gelang der Favoritin der erlösende Sprung, mit 6,57 Metern übernahm sie die Spitze und ließ sich dort nicht mehr verdrängen – ihre Siegesserie seit 2018 hielt. „Das ist schon eine ganz schön beachtliche Zahl, daher ist es für mich etwas Besonderes“, sagte Mihambo. „Ich habe immer versucht, innerhalb meiner Grenzen zu trainieren und ich denke, das ist auch ein Grund, warum ich so lange da vorne dabei bin und so viel erreichen konnte.“

Mihambo war nach dem Wettkampf nicht ganz zufrieden: „Heute lief es nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. Ich glaube, ich war so schnell wie noch nie bei Deutschen Hallen-Meisterschaften, ich bin mit 9,7 Metern pro Sekunde angelaufen, was für die Halle schon sehr, sehr schnell ist. Da war ich am Ende ein wenig ratlos, wie man nicht so weit springen kann.“

Eine Antwort hatte Mihambo kurz nach dem Wettkampf nicht. Dass sie in diesem Winter immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, spielte aber sicher eine Rolle. „Ich hatte ja auch etwas am Knie und musste pausieren, das ist alles Zeit, die fehlt. Das erklärt, warum ich zwar schon schnell anlaufe, aber es nicht in Weite umsetzen kann. Diese Saison ist bisher davon gezeichnet, dass ich mich körperlich nicht so gut fühle“, sagte die Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin.

Mihambo optimistisch für die Höhepunkte des Jahres

Und trotzdem blickt Mihambo positiv auf den weiteren Verlauf des Jahres. Ihr Fokus liegt auf den Freiluft-Wettbewerben, besonders auf den Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August), der Premiere der Ultimate Championships in Budapest (11. bis 13. September) und den Diamond-League-Meetings. „Das Wichtigste ist, dass ich in der Halle schon so ein Niveau erreicht habe, da weiß ich, dass es im Sommer zusammenkommen wird“, sagte Mihambo.

Die deutsche Weitsprung-Ikone weiter: „Da muss man manchmal Geduld haben, bis die Dinge ineinandergreifen.“ Und Mihambo weiß, wovon sie spricht. Denn auch ohne diese Gewissheit wäre es nicht möglich, neun Jahre hintereinander den Titel bei den Deutschen Meisterschaften zu holen.

Quelle: Sebastian Hochrainer, sportschau.de